Classificação do local: 3 Germersheim, Rheinland-Pfalz
Wir wurden gleich von der netten Blonden Dame an den Platz gebeten, sehr schnell waren die Getränke und das Essen da. An der Theke /Bar waren einige leute 5 – 6 Männer wie Frauen sehr stark am Trinken vor allem am Rauchen, ESSENUNDRAUCHENIMGLEICHENRAUMNOGO is nicht in meinem auge richtig.
Peter A. S.
Classificação do local: 2 Markkleeberg, Sachsen
Germersheim ist ja eh schon ein ziemlich ruhiges Städtchen, aber montags kommt hinzu, dass viele Lokale Ruhetag haben. Noch schlimmer für den hungrigen Reisenden ist es montagabends: Als ich am Montagabend nach rund sieben Stunden und mehrfach verspäteter Bahnfahrt gegen 22:30 im Hotel Germersheimer Hof eintraf, war sogar das Hotelrestaurant Probststube geschlossen. Auch im Hotelrestaurant Kurfürst waren die Fenster schon dunkel, und die diversen anderen Speisegaststätten auf dem Weg Richtung Zentrum waren alle geschlossen. Einziger Lichtblick in der Nacht war der beleuchtete Eingang zum«Nave» in der Fischerstraße. Von außen sieht das«Nave»(= Schiff) nicht sonderlich einladend aus, und der Eingang, der über ein mit maritimen Motiven garniertes Treppenhaus ins Souterrain(O-Ton Website: «Unterdeck») führt, lässt eher eine Kellerbar oder Disco erwarten. Als ich unten die Tür öffnete, kamen mir zum einen eine freundliche Blondine entgegen, die mich an die schönen Osteuropäerinnen erinnerte, zum andern ein Zigarettendunst, den man heutzutage in Speisegaststätten nicht mehr erwartet und auch nicht mehr gewohnt ist. Wenn ich eine Alternative gesehen hätte, wäre ich wegen des Rauchs und trotz der netten Kellnerin wieder gegangen(und tatsächlich hat mein Anzug noch am Tag danach nach kaltem Rauch gerochen). Der rechteckige Raum wirkte auf den ersten Blick wie ein konspirativer Rauchertreff im Untergrund, es gab eine kleine Bar mit drei Gästen am einen Ende, einige leere Tische, wenig Deko und eine ungemütlich-kalte Beleuchtung aus wenigen uninspirierten Lichtquellen. Die Nave-Website(die ich mir eben erst angeschaut habe) stellt das verständlicherweise etwas positiver dar. Aber es gab um diese Zeit — inzwischen war es 23 Uhr — noch etwas Warmes zu essen! Toll! Auf der Karte waren rund 30 Pizzavarianten und diverse Pastagerichte, und um sicherzugehen, dass ich nichts Aufgewärmtes bekam, bestellte ich eine Pizza«Vier Jahreszeiten». Schon die Wartezeit machte klar, dass man sich für den späten Gast extra die Mühe machte, eine frische Pizza zuzubereiten — das war wirklich sehr nett! Dass die Pizza nicht die typische Vier-Sektoren-Aufteilung einer Pizza Quattro Stagioni hatte und kein kulinarischer Klimax war, spielte da keine Rolle. Sie war heiß, gleichmäßig und reichlich belegt(mit gekochtem Vorderschinken, Salami, Pilzen und roten Paprikastreifen) und machte satt. Dazu einen Merlot und im Hintergrund Eros Ramazotti — nach einer Weile fand ich das Ambiente nicht mehr so karg. Man ließ mich in Ruhe essen und meinen Wein trinken, und als ich nach Mitternacht, sehr freundlich von Wirt und Kellnerin(oder Wirtin?) verabschiedet, das Lokal verließ, war ich dankbar für diese Oase in der nächtlichen Servicewüste.